Podcast

Menschwärts Lieder

Der poetische Podcast für deine Selbstentfaltung

Jede Woche ein neues Gedicht 

Im Poetry Podcast hörst Du jede Woche ein neues Gedicht oder – wenn es mich gerade bewegt – ein Zitat, gefolgt von Gedanken und Anregungen, die thematisch dazu passen. Der Poetry Podcast ist Zeilenliebe & Rhythmusflow. Futter fürs Herz, Streicheleinheiten für die Seele und Inspirationen für den Verstand.
Er ist Beflügelung für Deine Selbstentfaltung!
Ein Schatz aus vierzig Jahren Erdenleben als Schriftstellerin und Seelenforscherin erwartet Dich.

Für einen besinnlichen Start in die Woche gibt es  immer sonnntags eine neue Poetry Podcast Folge. 

Letzte Podcastfolgen

Die Gedichte

Hier findest du die Gedichte der letzten Podcastfolgen zum Nachlesen – nur für begrenzte Zeit! 

~ 8 ~

Unzerbrechlich

Ich bin unzerbrechlich
unbestechlich
kann mich biegen mit den Winden
Wurzeln tief umschlungen 
um der Erde Leib
Meine Heimat ist nicht hier
dies ist eine Reise
und mich hab mich oft gefragt
ob sie eine weise 
Entscheidung war
oder eine interdimensionale Schnapsidee
dieses Menschsein tut manchmal richtig weh
und all die engen Grenzen 
die scharfen Mauern mit den finstren Ecken
und den  strammen Fesseln
haben mir oft die Luft und
meine Flügel abgeschnürt

Ich bin unzerbrechlich
in der Seele, doch
mein kleines Menschen-Ich
hat viel gelitten
hat sich oft geschnitten
an den scharfen Kanten 
eurer selbsterbauten Käfige
Und jetzt
seh ich sie fallen
zerbröseln zu feinem
Staub aus Hoffnung
und dem Raunen ferner Galaxien
folgen Träume, bunt
von Elfen geträumt, vielleicht
oder euren Seelen
Weißt du, ich sehe
den tieferen Sinn
und in all diesem Sterben
den großen Gewinn
wenn die, die die Welt
am strammen Zügel zu halten versuchen
jetzt mal die Kontrolle verlieren dürfen
wenn du dein falsches Lächeln verlierst
hinter dem du deine Schatten
deine Ängste verbirgst
Schon viel zu lange
war hinter all dem Geglitzer
allen so bange

Ich bin unzerbrechlich
unbestechlich
meine Heimat ist kein Ort
manchmal liegt sie in den Sternen
und manchmal in einem Wort
manchmal fließ ich mit den Wassern
manchmal flieg ich hoch
und auch gefallen bin ich oft
hab mir die Knie und den Stolz
aufgeschlagen wie ein rohes Ei
Es ist einerlei
nur großes Kino
Drama auf dieser Bühne
die du Leben nennst
Lass dein Ego zerbröseln
wie altes Gestein
lass ihn fallen
diesen Unsinn vom Einsamsein

Ich bin unzerbrechlich
und du bist es auch
Wir sind alle Sternenstaub
Legenden einer fernen Zeit
die wir uns selbst erzählen
 
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~ 7 ~

Durchsichtig und duftend

In meinen Tagen rufen die Stunden
geh mit mir
geh zu mir
Tore gehen auf
wo Türen sich schließen
und nichts bricht ohne Ziel
die Zeiten sind im Wandel
Ich woge wie Bäume in Winden
sanfte Bande spinnen sich auf
greifen nach dem Morgen
das Herz ruht und 
gibt der Seele Luft – Raum
bin wie ein Haus aus Glas
durchsichtig und duftend
wie Regen auf dürstendem Gras

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~ 6 ~

Liebe

Die Liebe, sie ist
wandelbar wie die Tage
ein flüchtig schillernd Geschöpf
mal laut und gewaltig
mal leise und zart
sie ist weit bekannt
über Grenzen gespannt
in Liedern verewigt, in Bildern
in Schriften huldigt man ihr
manch einer glaubt sie gut zu kennen
mit stolzgeschwellter Brust
und pflegt gar zu sagen
„Da drüben, das ist sie nicht!“
manch einer klagt auch verzagt
er habe sie nie gekannt
und rauft sich das Haar

Die Liebe, sie kennt solche Zoten
wie sie romantisch verkannt
in Träume gebannt
und lächelt nur milde
zu zähmen ist sie nicht
und nicht zu verstehen
– wer will da richten
in welchem Haus sie wohnt? –
unbändig frei wie tobende Pferde
sanft wie der Frühjahrswind
und ebenso luftig
halten, siehst du, lässt sie sich nicht
ein Zauber ohne Gesetze

Sie ist der Schrei
mit dem du geboren
der Schmerz
wenn man dich verlässt
der erste Schritt eines Weges
dein stilles Gebet
dein kehliges Lachen
dein Freund und dein Feind
die nasse Zunge eines Hundes
und singende Vögel
sie ist Wehmut am Morgen
und Wahrheit die brennt

drum frage ich nicht
ob ihr euch kennt
Ich frage dich nur
in welcher Gestalt
hast du sie erkannt
und bei welchem
Namen genannt

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~ 5 ~

Nicht sein oder Lied vom Zen

Auf willenlosen Wegen
quer durch den Raum gespannt
Augen gen Osten
hoffend und wartend

Sonne im Bauch
tausendhohes Lächeln
es flüstert ein Lieben
von aufgespanntem Sein 

Offen wie Tore am Morgen
wie Wind auf Ärenmeeren
bin ich – nicht – 
bin selbstverloren

So steh ich fließend
war nie geboren
vergehe nicht

 

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